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Whitsunday Islands

Die Barrier Reef/Whitsunday Islands liegen östlich der Städte Airlie Beach und Shute Harbour in Queensland im Pazifik zwischen der Küste Queenslands und dem Great Barrier Reef. Die Barrier Reef/Whitsundays Inseln bestehen aus insgesamt 74 tropischen Inseln; die größeren sind: Whitsunday Island, Haymann Island, Hook Island, Haselwood Island, Hamilton Island (mit einem Flughafen), Dent Island, Long Island, Lindemann Island, Shaw Island und Sir James Smith Group. Nur acht der Inseln sind bewohnt. Die Inseln Long Island und Brampton Island sind Nationalparks. Mit dem 26. Juni 1879 wurden sie politisch Queensland zugeordnet.

Infos zum Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef befindet sich nordöstlich von Australien an der Ostküste des Bundesstaates Queensland im Südpazifik und erstreckt sich von der Torres-Straße vor Papua-Neuguinea bis zur Lady-Elliot-Insel, welche ca. 75 Kilometer nordöstlich von Bundaberg liegt. Es ist inzwischen auf eine Länge von gut 2.300 Kilometern angewachsen und erreicht damit eine Ausdehnung vom 10. bis zum 24. südlichen Breitengrad.

Aufgrund der Dimension ist das Riff zur besseren Unterscheidung in mehrere Sektionen aufgeteilt (von Nord nach Süd):

- Far Northern Section
- Cairns Section (auch Tropical Northern)
- Central Section (auch Whitsunday Section)
- Southern Section (auch Mackay Capricorn Reefs).

Das Riff verläuft auf dem östlichen Rand des australischen Kontinentalsockels und liegt zwischen 30 Kilometern (bei Cairns) bis ca. 250 Kilometern (bei Gladstone) von der fast parallel verlaufenden Küste entfernt.

Es besteht aus einer Kette von über 2.900 Einzelriffen, knapp 1.000 Inseln, wie zum Beispiel den Whitsunday Islands oder Dunk Island, und unzähligen Sandbänken. Die Fläche des Great Barrier Reef beträgt etwa 347.800 km². Es kann mit bloßem Auge vom Weltall aus gesehen werden

Der Ursprung des Great Barrier Reefs liegt mehrere Millionen Jahre zurück. Es ist insgesamt betrachtet kein geschlossenes Riffsystem, sondern setzt sich zusammen aus einer Vielzahl verschiedener Typen von Einzelriffen mit unterschiedlicher Entstehungsgeschichte.

Der nördliche – von der Torres Straße bis ungefähr Cooktown reichende – Abschnitt des Great Barrier Reef entstand vor ca. 18 bis 20 Millionen Jahren, als sich die Nordspitze Australiens im Zuge der Kontinentalverschiebungen in tropische Breitengrade vorschob. Erst die dort vorherrschenden Bedingungen und die höhere Wassertemperatur ermöglichten das Ansiedeln von riffbildenden Steinkorallen-Polypen auf dem nahe der Küste gelegenen Kontinentalsockel.

Die Riffbildung durch die kalkabsondernden Steinkorallen war jedoch kein kontinuierlicher Prozess. Als Folge der Eiszeiten und dem damit verbundenen Absinken des Meeresspiegels trockneten die besiedelten Gebiete mehrfach aus und die lebenden Korallenpolypen starben ab. Zurück blieben jeweils Erhebungen durch Küstenkalksteine, die im Laufe der Zeit durch Sedimentation entstanden waren. Während der ebenso regelmäßig wiederkehrenden Überflutungen – verursacht durch die auf jede Eiszeit folgenden Eisschmelzen – siedelten sich die Korallen auf dem verbliebenen Sedimentgestein immer wieder erneut an und schufen weitere Kalkberge, die der Nachfolgegeneration jeweils als Fundament dienten.

Durch die geschilderten Prozesse entstand im Laufe der Zeit im nördlichen Teil des Riffs ein relativ zusammenhängendes Gebilde von Korallenriffen, das im Wesentlichen aus Riffen des Typs Barriere-Riff (engl: ribbon reef/barrier reef) besteht. Durch die fortwährende Meeresbodenabsenkung bzw. den Meeresspiegelanstieg wächst diese Riffbarriere auch heute noch auf dem Kontinentalsockel seewärts. Zur Küstenseite ist das Riff durch eine breite und zwischen 50 und 100 Meter tiefe, mit kleineren Riffen und Korallenbänken durchzogene Lagune vom Festland getrennt. Auf der vom Festland abgewandten Seite – dem Outer Reef – fällt das Barriere-Riff, bzw. der Kontinentalabhang, an dem das Riff liegt, teilweise bis in 2.000 Meter Tiefe zum Meeresboden hin steil ab.

Die mittleren und südlichen Teile des Riffs sind erst vor ca. zwei Millionen Jahren entstanden. Die einzelnen Barriere-Riffe sind dort in wesentlich weniger kompakten Formationen angeordnet. In diesem Abschnitt des Riffs haben sich vermehrt Saum-Riffe (engl: fringing reef) gebildet, die den Barriere-Riffen sehr ähnlich sind und sich ebenfalls überwiegend seewärts ausbreiten. Sie wachsen aber nicht am Rand des Kontinentalsockels, sondern in direkter Küstennähe und haben zum Festland hin meist nur eine wenige Meter tiefe Lagune, die durch Erosion entstanden ist.

Große Gebiete des Riffs gehörten früher zum Festland und wurden ebenfalls durch den steigenden Meereswasserspiegel überflutet. So sind auch die meisten zum Riff gehörenden Inseln die Spitzen versunkener Berge. Sie stammen von einem Küstengebirge, welches während der letzten Eiszeit vom Festland abgetrennt wurde. Sie bestehen im Gegensatz zu echten Koralleninseln aus festem Gestein und sind meist von einem schmalen Saumriff umgeben, welches unmittelbar an deren Ufer wächst.

Auf den ebenen Anhöhen der versunkenen Gebiete – die nun ebenfalls dem Kontinentalsockel zugerechnet werden – haben sich Plattform-Riffe (engl: platform reef) unterschiedlicher Größe gebildet. Sie sind auf jenen Flächen entstanden, wo der Meeresboden so weit an den Meeresspiegel heranreichte, dass der Lichteinfall stark genug war, um eine Ansiedlung von Korallen zu ermöglichen. Einige Plattformriffe erreichen inzwischen einen Durchmesser von bis zu 15 Kilometern.

Die heute sichtbaren Teile der farbenprächtigen Korallenriffe stammen aus der letzten Kaltzeit, die etwa 10.000 Jahre zurückliegt. Von diesem Zeitpunkt an konnten sich die unterschiedlichen Korallenarten wieder auf den verbliebenen Kalksteinen ansiedeln und zum einzigartig vielfältigen Lebensraum unzähliger Tierarten und Pflanzen werden. Auch in der Zukunft wird das Riff sowohl sein Aussehen als auch seine Ausdehnung verändern, da es sich um einen lebenden Organismus handelt, der aufgrund verschiedener Einflüsse einem ständigen Wandel unterliegt.

Links

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