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Tiere und Pflanzen




Amphibien

Aga Kröte
Aga-Kröte, eine in Australien eingeführte Art (Bufo marinus)
In Australien sind vier Familien von Fröschen einheimisch. Der bekannteste Vertreter der Froschlurche ist allerdings eine eingeführte Art, die Agakröte. Sie wurde ab 1935 eingeführt, um Schädlinge in Zuckerrohrplantagen zu bekämpfen. Der Versuch scheiterte, die Agakröte breiteten sich jedoch in Australien stark aus und gehören heute zu den verhasstesten Neozoen Australiens.

Gegen Feinde setzt sich die Aga-Kröte mit giftigen Substanzen zur Wehr, die sie insbesondere aus den beiden großen Hinterohrdrüsen, aber auch anderen Hautdrüsen am ganzen Körper absondert. Mit diesem Sekret wird die Haut überzogen; es kann aber auch aktiv bis zu 30 Zentimeter weit verspritzt werden.

Die Augen und Mundschleimhäute von Angreifern werden durch die Gifte stark gereizt; sie können beispielsweise für Säugetiere oder auch größere Reptilien bei Verzehr der Kröten durchaus tödlich sein. Bei Menschen kommt es beim bloßen Kontakt zu starken Schleimhaut- und Hautreizungen. Die Einführung der Aga-Kröte hat massgeblich zur Destabilisierung des Ökosystems Australiens beigetragen.

Der starke Populationsrückgang von einheimischen Reptilien wird unter anderem auf ihre Ausbreitung zurückgeführt. Selbst Krokodile können nach dem Verzehr mehrerer Agakröten verenden.

Südfrosch
Limnodynastes dumerilii aus der Familie der Australischen Südfrösche
Die größte Gruppe der Australischen Froschlurche sind die Australischen Südfrösche, der 120 Arten in 21 Gattungen zugeordnet werden. 77 Arten von Baumfröschen aus der Familie der Baum-, Kletter- und Laubfrösche (Hylidae) lassen sich vor allem in den Regenwäldern der nördlichen und östlichen Küste finden.


Auch die 18 Arten der Engmaulfrösche (Microhylidae) sind in ihrem Verbreitungsgebiet beschränkt. Die Familie der Echten Frösche ist nur mit einer Art, dem Australischen Waldfrosch vertreten. Er kommt nur in den Regenwäldern von Queensland vor. Der global zu beobachtende Trend eines starken Rückgangs von Froschlurchen, der als „Amphibian Decline“ Eingang in die Fachliteratur gefunden hat, lässt sich auch in Australien beobachten. Die genauen Ursachen sind noch nicht endültig geklärt. Als Hypothesen werden die erhöhte Ultraviolette Strahlung sowie eine Pilzkrankheit erwogen.