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Tiere und Pflanzen
Beutelsäuger ![]() Der Koala lebt nur in Australien Der Beutelteufel ist das größte heute noch lebende fleischfressende Beuteltier. Der Tasmanische Tiger war der größte der Raubbeutlerartigen und der letzte überlebende Vertreter der Familie der Thylacinidae. Das letzte Individuum dieser Art starb 1936 in Gefangenschaft. Damit ist der Welt größte fleischfressende Beutelsäuger der Tasmanische Teufel. Er starb auf dem australischen Festland vor etwa 600 Jahren aus und lebt heute wild nur noch auf Tasmanien. Die vier Arten der Beutelmarder sind ebenso wie dieser vom Aussterben bedroht. Die übrigen Vertreter der Raubbeutler sind die Beutelmäuse, von denen die meisten weniger als 100 Gramm wiegen. Die Australischen Nasenbeutler, zu denen unter anderem die Langnasenbeutler und die Kaninchennasenbeutler zählen, sind die Allesfresser unter den Beutelsäugern. Von ihnen gibt es insgesamt sieben Arten in Australien, die meisten gelten als in ihrem Bestand bedroht. Die relativ kleinen Tiere haben dabei eine Reihe charakteristischer Körpermerkmale gemeinsam: ein plumper Körper mit einem gekrümmten Rücken und einer langen, spitzen und beweglichen Schnauze. Die Ohren sind groß und zugespitzt und die Tiere haben lange, dünne Beine sowie einen langen spitzen Schwanz. Pflanzenfressende Beutelsäuger werden in die Ordnung der Diprotodontia eingeordnet und in zehn rezente Familie unterteilt. Hierzu zählen die bodenbewohnenden Wombats, die überwiegend von Gräsern und Wurzeln leben. Wombats nutzen ihre Vorderzähne und ihre kräftigen Krallen, mit denen sie ausgedehnte Tunnelsysteme graben. Sie sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Der Koala, der zu den bekanntesten Beutelsäugern Australiens zählt, ist eine baumbewohnende Art, die ausschließlich von Eukalyptusblättern lebt. Bilchbeutler, Gleitbeutler, Ringbeutler, Zwerggleitbeutler, Kletterbeutler und Rüsselbeutler sind weitere Familien der Diprotodontia. Sie sind überwiegend baumbewohnende Beutelsäuger, einige Arten wie beispielsweise der Rüsselbeutler leben überwiegend von Nektar. Arten dieser Familie variieren in ihrer Größe von etwa der eines Goldhamsters bis zu der von Hauskatzen. ![]() Ein Kurzkopfgleitbeutler - obwohl nur selten zu sehen, zählt er in vielen Regionen Australiens zu den häufigsten Säugetieren ![]() Östliches Graues Riesenkänguru mit Jungtier
Die Kängurus und Rattenkängurus zählen für viele Menschen gemeinsam mit den Koalas zu den Tierarten, die am meisten mit der Fauna Australiens assoziiert werden und sind auch eines der Wappentiere des australischen Staates. Rattenkängurus sind eng mit den eigentlichen Kängurus verwandt und wurden früher als eine Unterfamilie dieser Gruppe betrachtet. Jedoch unterscheiden sie sich in einigen Aspekten (vor allem in der Ernährung) erheblich von diesen. Die Familie umfasst elf Arten, von denen zwei bereits ausgestorben sind. Mit Ausnahme des Moschusrattenkängurus, das tagaktiv ist und in Regenwäldern lebt, sind Rattenkängurus nachtaktiv und bewohnen lichte Wälder oder zumindest baumbestandene Gebiete. Sie verbringen die Ruhephasen in Nestern. Diese bauen sie aus Gräsern und Zweigen in hohlen Baumstämmen oder unter überhängenden Ästen, wobei sie das Baumaterial mit ihrem zusammengerollten Schwanz transportieren. Nicht alle Arten der Kängurus entsprechen unserer gängigen Vorstellung dieser Tiere: Auffälligstes Kennzeichen fast aller Arten sind die großen hinteren Gliedmaßen, die deutlich größer sind als die vorderen. Nur bei den Baumkängurus, die sich an das Leben in den Bäumen angepasst haben und sich nicht mehr hüpfend fortbewegen, sind die Gliedmaßen annähernd gleich lang. Der Schwanz ist lang, muskulös und meistens behaart, er wird oft als Stütze oder zur Balance benutzt. Die Arten ähneln sich hinsichtlich des Körperbaus, unterscheiden sich jedoch beträchtlich in ihrer Größe. So erreicht das Zottel-Hasenkänguru oft nur 1 bis 2 kg Körpergewicht, während das Rote Riesenkänguru 90 kg schwer werden kann. Kängurus sind Pflanzenfresser, die sich je nach Lebensraum von den unterschiedlichsten Pflanzen ernähren. Oft besetzen sie die gleichen biologischen Nischen wie auf anderen Kontinenten die Paarhufer, und auch ihr Verdauungssystem hat sich konvergent zu diesen entwickelt. |
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