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Tiere und Pflanzen
Fische
![]() Kupferstreifen-Pinzettfisch Einige der Familien der Süßwasserfische lassen sich auf die Fauna Gondwanas zurückführen, darunter der Queensland-Lungenfisch, der zu den ursprünglichsten der Lungenfische gehört und mit dem Quastenflosser verwandt ist. Andere Familien, die stammesgeschichtlich gleichfalls sehr alt sind, sind die Neuseelandlachse (Retropinnidae), Galaxiidae, Aplochitonidae und die Percichthyidae. 70% der Süsswasserarten der australischen Fischwelt zeigen eine Verwandtschaft mit den tropischen Fischen des indopazifischen Raums. Zu diesen Fischen zählen die Neunaugen, Süßwasserarten aus der Familie der Heringe, Welsartige, Regenbogenfische und 50 Arten der Eleotridae. Zu den ungewöhnlichsten Fischen zählt der Salamanderfisch, der im Südwesten von Westaustralien vorkommt. Er ist einer der kleinsten Süßwasserfische und übersteht Trockenzeiten, indem er sich im Schlamm eingräbt. Zu den bekanntesten Süßwasserfischen gehört der Barramundi, der häufig beangelt wird. Im Northern Territory findet man außerdem auch zwei im Süßwasser lebende Arten der Grundhaie. Beide Arten sind in ihrem Bestand gefährdet und streng geschützt. Eine Reihe von Süßwasserfischen wurden in den Gewässern Australiens ausgesetzt. Dazu zählen die Bach- und Regenbogenforelle, der Atlantische Lachs und der Königslachs, Flussbarsche, Karpfen und Moskitofische aus der Gattung der Gambusen. Die meisten der ausgesetzten Arten haben einen negativen Effekt auf die einheimische Fischwelt Australiens. Moskitofische gelten als besonders aggressive Tiere, die andere Fische vertreiben und deren Flossen anfressen. In den Gewässern, in denen sie ausgesetzt wurden, zeigt sich eine deutliche Populationsabnahme und teilweise auch ein regionales Aussterben kleiner, einheimischer Fischarten. Ähnliche Auswirkungen haben die ausgesetzten Forellenarten, die auch am Rückgang australischer Froscharten beteiligt sind. Karpfen haben einen großen Anteil am Rückgang von Unterwasserpflanzen in australischen Flüssen. Zu den interessantesten Arten der Salzwasserfische zählen die Muränen, Soldaten- und Husarenfische, Seenadeln und Seepferdchen. Achtzig Arten von Zackenbarschen kommen vor, darunter der Riesenzackenbarsch, der bis zu 2,7 Meter lang und 400 Kilogramm schwer wird. Er zählt zu den größten Knochenfischen der Welt. Der große Artenreichtum der australischen Gewässer ist vor allem auf das Great Barrier Reef zurückzuführen, wo zahlreiche kleine bis mittelgroße Rifffische leben. Dazu zählen die Riffbarsche, deren bekannteste Vertreter die Clownfische sind, die in Symbiose mit Seeanemonen leben. Weitere Arten sind die Falterfische, die Kaiserfische, die Grundeln, Kardinalbarsche, Lippfische, Drückerfische und die Doktorfische. Eine Reihe der Fische sind giftig; dazu zählen die Kugelfische, der Pazifische Rotfeuerfisch sowie elf Arten der Stechrochen. Zu den größten Arten, die am Great Barrier Reef leben, gehören die Barracudas. Für den menschlichen Verzehr sind die meisten Arten nicht geeignet, da die Gefahr einer Ciguatera-Vergiftung besteht. ![]() Der grosse Weisse Hai
In 2004 kam es an den Stränden Australiens zu 12 Angriffen von Haien auf Menschen. Bei zwei davon kamen Menschen um. Generell gelten drei Arten der Haie als für den Menschen besonders gefährlich; der Weiße Hai, der Tigerhai und der Bullenhai. Zu Angriffen kommt es gelegentlich auch durch Port Jackson-Haie, die häufig am Boden flacher Uferteile ruhen. Treten Badende auf sie, wehren sie sich gelegentlich durch Bisse. Einige der beliebtesten Strände in Queensland und New South Wales werden durch Netze geschützt. Diese Maßnahme ist als Schutz für Menschen wirkungsvoll, hat aber auch zur Folge, dass die Populationen sowohl gefährlicher als auch harmloser Haie abnehmen, da sie sterben, wenn sie sich im Netz verfangen. Die Befischung von Haiarten in Australiens Gewässern hat die Haipopulationen gleichfalls signifikant zurückgehen lassen. Einige Arten gelten mittlerweile als gefährdet.
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